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Bis zum Krieg

"Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Menschbezähmt, bewacht". So dachten auch im Jahre 1921 die Mitglieder desTurnvereins Grabstede, als diese den freiwilligen Dienst einer kleinen Ortsfeuerwehr in Grabstede übernahmen. Aufgrund von Nachforschungen kann als Gründungsdatum der 18. April 1921 genannt werden. Als erster Hauptmann (vergleichbar mit dem heutigen Ortsbrandmeister) wurde Bauer Johann Hurling gewählt. Er leitete dieses Amt bis 1928 mit großer Umsicht. Als erstes Gerät diente eine alte Handdruckspritze. Mit der doppelt wirkenden Kolbenpumpe wurden etwa 3 - 5 atü Druck erzeugt. Das Schlauchmaterial umfaßte ca. 100 Meter Hanf-C-Schläuche. Die Spritze besaß keine Ansaugvorrichtung. So wurde das Wasser mittels Eimerkette herumgetragen. Die Pumpenmannschaft bestand aus 10 Mann und wurde alle 10 - 15 Minuten durch die vom Bezirksvorsteher heranholten Leute abgelöst. Im Handzug oder durch Pferde wurde die Spritze zum Brand geschafft. Die Alarmierung erfolgte damals durch das Feuerhorn. 

1922 brannte die Ziegelei Uhlhorn & Co bei großer Trockenheit und Wind. Nur das tatkräftige Eingreifen verhinderte einen Brand in ganz großem Ausmaß. "Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Menschbezähmt, bewacht". So dachten auch im Jahre 1921 die Mitglieder desTurnvereins Grabstede, als diese den freiwilligen Dienst einer kleinen Ortsfeuerwehr in Grabstede übernahmen. Aufgrund von Nachforschungen kann als Gründungsdatum der 18. April 1921 genannt werden. Als erster Hauptmann (vergleichbar mit dem heutigen Ortsbrandmeister) wurde Bauer Johann Hurling gewählt. Er leitete dieses Amt bis 1928 mit großer Umsicht. Als erstes Gerät diente eine alte Handdruckspritze. Mit der doppelt wirkenden Kolbenpumpe wurden etwa 3 - 5 atü Druck erzeugt. Das Schlauchmaterial umfaßte ca. 100 Meter Hanf-C-Schläuche. Die Spritze besaß keine Ansaugvorrichtung. So wurde das Wasser mittels Eimerkette herumgetragen. Die Pumpenmannschaft bestand aus 10 Mann und wurde alle 10 - 15 Minuten durch die vom Bezirksvorsteher heranholten Leute abgelöst. Im Handzug oder durch Pferde wurde die Spritze zum Brand geschafft. Die Alarmierung erfolgte damals durch das Feuerhorn. 

Im Jahr 1928 trat Hauptmann Johann Hurling zurück. Bauer Johann Kruse wurde neuer Hauptmann, sein Stellvertreter und 1.Zugführer Hinrich Renken (Bager Hinnerk). Von der Bockhorner Wehr wurde eine Motorspritze Marke Magirus mit 800 - 1000 Liter Pumpenleistung pro Minute und Pferdezug übernommen. Die Mitgliederzahl betrug im Jahr 1928 30 Aktive und 30 Passive. Die Übungsabende wurden regelmäßig mit guter Beteiligung abgehalten. 

Im Jahre 1928 wurde das erste Spritzenhaus der Gemeinde in Grabstede gebaut (Halle mit Schlauchturm).

althaus1Neue Wasserstellen wurden von der Wehr überall angelegt. Das Material hierfür bezahlte die Gemeinde, die Arbeiten wurden ohne Entgelt verrichtet. An Bekleidungsgegenständen erhielten die Kameraden Uniformen, Helme und Gurte. Die Alarmierung erfolgte durch Hörner und die Dampfpfeife der Ziegelei. 

Am 18. Mai 1930 war Bezirksfeuerwehrfest in Grabstede. Am Volksfest brannte das Anwesen von Anton Bohlken. Das durch Funkenflug in Brand geratene Wohnhaus von Gastwirt Reiners konnte gerettet werden, ebenfalls das stark gefährdete Reithaus von Johann Balster.

Im Jahre 1931 am 8. März wurde das erste Stiftungsfest im Gasthof Janßen gefeiert. 

1933 wurde Johann Meinen stellvertretender Hauptmann und Reinhard Jürgens 1. Zugführer anstelle von Hinrich Renken. Die Wehr wurde zu einer schlagkräftigen Einheit und hatte einen hohen Ausbildungsstand erreicht. 1931 erhielt die Wehr Grabstede dann die erste neue Motorspritze (Metz) auf einem offenen Anhänger mit Schlauchhaspeln. 

Nach der Machtübernahme 1933 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden Bockhorn, Neuenburg und Zetel zur "Großgemeinde Friesische Wehde'' . Politische Schulung, das Tragen der Hakenkreuzbinde usw. trugen nicht zur Hebung der Kameradschaft bei. 

Die Wehr Grabstede erhielt ein offenes Opel-Blitz-Fahrzeug sowie Extrauniformen und Mäntel. Im Jahr 1933 war neben einem Brand in der Ziegelei Eilers auch ein großer Moorbrand in Bockhornerfeld zu bekämpfen. 

Der Krieg machte einen Strich durch die Arbeit der Feuerwehr. Die meisten Kameraden wurden eingezogen. Durch Notdienst wurden die Lücken nur schwach ausgefüllt. Einsatzzüge der Feuerwehren des Kreises Friesland wurden nach Bombenangriffen in Wilhelmshaven und Bremen eingesetzt. Auch die engere Heimat wurde durch Kriegseinwirkung stark in Mitleidenschaft gezogen. Oftmals wurde die Wehr zweimal am Tag eingesetzt. Die Wehrleute arbeiteten oft unter eigener Lebensgefahr wegen der Tiefflieger. Brände bei Hinrich Renken, Fritz Duits und Friedrich Hinrichs wurden gelöscht. 1942 wurde ein Mercedes-Wagen mit 800-Liter Spritze geliefert, welcher jedoch am 8.Mai 1945 von Plünderern gestohlen wurde. Auf Befehl der Besatzungsmacht mußte der Brandmeister Kruse einen großen 

Tankwagen der früheren Wehrmacht von der Ziegelei Lauw in Bockhorn besorgen. Das Spritzenhaus war jedoch zu klein, sodaß das Fahrzeug in der Scheune des Brandmeisters untergebracht wurde. 

Nicht zu vergessen ist die während des Krieges gegründete Mädchenabteilung. Ausgebildet durch den Ortsbrandmeister Kruse war die Gruppe nach kurzer Zeit imstande voll und ganz den nicht leichten Dienst zu versehen. 

Aus dem Kriege kehrten 8 Kameraden nicht zurück. 


 

Es dauerte einige Jahre, bis sich nach dem Krieg die alte Mannschaft wieder voll aufgefüllt hatte. Jüngere Kameraden kamen hinzu. Das Gerät musste teilweise ersetzt werden. Als Fahrzeug wurde im Jahr 1949 ein Mercedes LF 8, unser Hugo, wie er später genannt wurde, angeschafft. 

Ab 1950 fanden wieder regelmäßig die Stiftungsfeste statt. 

Im Jahr 1952 wurde Ortsbrandmeister Johann Kruse neuer Gemeindebrandmeister, im Jahre 1953 wurde Johann Meinen zum Ortsbrandmeister ernannt. Dieses Amt hatte Kamerad Meinen bis zum Jahre 1956 inne. Dann gab es Neuwahlen und Hermann Eilers wurde Ortsbrandmeister In der Folgezeit gab es viele Neuerungen in der Grabsteder Wehr. 

Die Übungsabende wurden 14-tägig abgehalten.

Das alte Feuerwehrhaus wurde 1958 umgebaut und erweitert zu einem Gerätehaus mit Wohnung. Im Jahr 1963 wurde beschlossen, vorübergehend die alte Alarmierung wieder durchzuführen, nämlich mit Brandhörnern. Grund hierfür war die seit dem Tag der Sturmflutkatastrophe defekte Sirene bei Johann Kruse. Diese konnte aufgrund der knappen Mittel der Gemeinde nicht repariert werden. Geräte und Ausrüstungen wurden angeschafft. Viele junge Kameraden kamen in die Wehr. 

lm Jahr 1966 wurde durch den Kreis und die Gemeinde ein Tanklöschfahrzeug angeschafft. Es war nicht neu, wurde aber gänzlich überholt und neu lackiert. Damit erhöhte sich die Schlagkraft ganz bedeutend. Durch die Erweiterung der Trinkwasserversorgung erhöhte sich die Anzahl an Hydranten und somit verbesserte sich auch die Löschwasserversorgung. Es gab Großbrände zu bekämpfen wie zum Beispiel bei der Ziegelei Uhlhorn & Co. 

Aber auch die Wettkämpfe wurden immer mit in den Dienstbetrieb aufgenommen. Bei örtlichen Feiern und Veranstaltungen war die Feuerwehr nicht wegzudenken. 

Nach14jähtiger Amtszeit als Ortsbrandmeister wurde Hermann Eilers im Jahr 1970 in den Feuerwehrruhestand verabschiedet. Zum Nachfolger wurde Gerhard Balster, zum Stellvertreter Willi Klockgießer ernannt. 

Das alte Löschgruppenfahrzeug musste wegen Altersschwäche erneuert werden. Die Gemeinde bewilligte die Mittel und eine Woche vor dem Jubiläum traf das neue LF 8 ein, ein Opel Blitz mit Vorbaupumpe. Das Tanklöschfahrzeug wurde nach Bockhorn überführt. 

Im Jahr 1971 wurde das 50-jährige Jubiläum mit einem Kommerzabend und einer Großveranstaltung auf dem Gelände der Fa. Uhlhorn gefeiert. 

Aufgrund der Gebietsreform gehörte die Wehr Grabstede in der Zeit von 1.8.77 bis 1.1.1980 zum Landkreis Ammerland. Die Feuerwehr wurde zu immer mehr Aufgaben herangezogen. So musste zwangsläufig ein MTW angeschafft werden, um alle Geräte und die Mannschaft zu den Einsatzorten bringen zu können.


1984 konnten die Kameraden der Wehr Grabstede nach vielen Wettkämpfen zum ersten Mal einen 1. Sieger beim Bezirkswettkampf im Schnelligkeitswettbewerb stellen. 

1985 erhielt die Wehr das neue Tanklöschfahrzeug, ein TLF 8/18 auf Unimogfahrgestell. Dies war gleichzeitig die letzte große Tat von Ortsbrandmeister Gerhard Balster. Am 1.2.1986 musste Kamerad Gerhard in den Feuerwehrruhestand treten. Nach 15 Jahren als Ortsbrandmeister wurde er von seinen Kameraden mit einer Blaskapelle und einer Feier verabschiedet, wie es sich für einen verdienten Ortsbrandmeister gehört. Seit dem 1.2.1986 wurde die Wehr Grabstede nun von Erwin Fangmann geführt. Im Jahre 1989 konnte der Schlauchanhänger in Dienst gestellt werden, eine für die Schlauchverlegung über lange Wegstrecken nicht mehr wegzudenkende Anschaffung. 1990 wurde die Schlauchwaschanlage im Schlauchturm in Betrieb genommen. Vermehrt wurden auch Bohrbrunnen an Orten mit weniger guten Wasserverhältnissen erstellt. 

Am 21.12.1990 brach eine neue Ära in der Alarmierung an: Die Wehr Grabstede und die übrigen

ffhausje2Wehren des Landkreises Friesland erhielten die digitalen Meldeempfänger, die sich bis heute bestens bewährt haben. Die Zahl der Kameraden stieg stetig an. Zum 70-jährigen Jubiläum im Jahr 1991 verzeichnete die Wehr 39 Aktive und 8 Alterskameraden, in einer Vielzahl von Arbeitsstunden den TSA - Anhänger aus dem Jahr 1942 und die TS 8/8, BJ 54 restaurierten. 

Nach 17 Jahren Pause wurde am 21.6.1992 wieder einmal ein Kreisfeuerwehrtag veranstaltet, und zwar auf dem Sportplatz in Grabstede. Verbunden hiermit war ein Kreisentscheid im Leistungswettbewerb. Beide Grabsteder Gruppen erreichten hier den 1.Platz. 

Das Jahr 1992 war geprägt von personellen Veränderungen. Der langjährige stellvertretende Orts- und Gemeindebrandmeister Willi Klockgießer wurde nach Erreichen der Altersgrenze in die Altersabteilung verabschiedet. Nach einem Rücktritt des Gemeindebrandmeisters Jürgen Reuter wurde der Grabsteder Kamerad Helmut Tetz zum neuen Gemeindebrandmeister gewählt. Nachfolger von Willi Klockgießer als stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Jürgen Klockgießer. 

Anfang 1993 wurde im Gerätehaus ein Faxgerät installiert, welches im Einsatzfall den alarmierten Feuerwehrkameraden schneller den Einsatzort mitteilen soll. Auch hieran wird die technische Entwicklung sichtbar. Am 19 und 20.6.1993 nahmen zahlreiche Kameraden, aber insbesondere die Wettbewerbsgruppe, am Landesfeuerwehrtag in Hannover teil. Die LF-Gruppe erreichte auf Niedersachsenebene im Leistungswettbewerb den erfreulichen 9. Platz. Im Jahre 1994 wurde dieselbe Gruppe wiederum Sieger beim Kreisentscheid in Sande. 

Ein einschneidendes Ereignis wurde am 2.9. 1994 gefeiert: Die Gründungsversammlung der Jugendfeuerwehr Grabstede. Nach einer langen Zeit der Planung konnten im Beisein vieler Ehrengäste die 15 Jungen und Mädchen der Anfangsstunde von dem Jugendwart Heinz Scholz präsentiert werden. 

Am 24.9.94 belegte die Leistungswettbewerbsgruppe beim Bezirksentscheid in Ohne den 5. Platz. Somit war die Gruppe für den Landesentscheid im September 1995 in Schüttdorf qualifiziert. Hier wurde ein 14 Platz erreicht. 

Im Hinblick auf die technische Ausrüstung war der 18.4.1996 ein großer Tag für die Wehr Grabstede. Rechtzeitig zum Jubiläum wurde an diesem Tag das neue LF 8 übergeben. Die Grabsteder Kameraden sind stolz auf dieses Fahrzeug, welches gegenüber dem alten LF 8 eine wesentliche Verbesserung darstellt. Ein Jahr später wurde die bereits gute Ausrüstung durch einen Hilfeleistungssatz erweitert. Der dadurch ersetzte Opel Blitz bleibt jedoch in den Reihen der Wehr Grabstede und soll als Oldtimerfahrzeug gehegt und gepflegt werden.

1998 bekam das Feuerwehrhaus einen weiteren kleinen Anbau für den eigens für die Jugendfeuerwehr angeschafften Anhänger. 

Auch personell ergaben sich weitere Veränderungen. Im August 1999 gab Erwin Fangmann sein Amt als Ortsbrandmeister wegen Erreichen der Altersgrenze auf. Ihm folgte Friedo Eilers, als Stellvertreter wurde Johann Eilers gewählt.


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